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Hydraulischer Abgleich

Einregulierung von Heizungsanlagen (Hydraulischer Abgleich)

Vorwort

Ein behagliches Raumklima, wirtschaftliche Energienutzung, ein st√∂rungsfreier Betrieb, geringe Betriebskosten bei geringen Investitionskosten ‚Äď dies sind im allgemeinen die Zielsetzung bei Planern und Anlagenbetreibern von Heizung-, L√ľftungs- und Klimaanlagen. Neue Technologien machen es den Fachleuten der HLK-Branche in zunehmenden Ma√üe m√∂glich, diese Zielsetzungen zu realisieren. Insbesondere die Regeltechnik einschlie√ülich der DDC-Systeme hat in den letzten Jahren rasante Fortschritte gemacht und bietet heute ausgezeichnete M√∂glichkeiten gleichzeitig den Komfort zu steigern und dabei Energie einzusparen.
Trotzdem scheinen elektronische Regler in der Praxis oft nicht in der Lage zu sein, die erwarteten Vorteile zu bringen. Meist liegt dies aber nicht an den Regelanlagen selbst. Der Grund ist häufig darin zu suchen, daß die Regler nicht unter den richtigen Betriebsbedingungen arbeiten können.

Regler k√∂nnen nur dann regeln und die richtigen Temperaturen zum richtigen Zeitpunkt sicherstellen, wenn die richtigen Durchflu√ümengen in der gesamten Anlage gegeben sind, wenn also die richtigen Energiemengen am richtigen Ort zur Verf√ľgung stehen. Auch in solchen Anlagen, die wirklich in jeder Hinsicht korrekt berechnet und dimensioniert sind, gibt es immer wieder √Ąnderungen in der letzten Minute und mehr oder weniger gravierende M√§ngel in der Ausf√ľhrung, die sich negativ auf die Durchflu√ümengen auswirken. Und selbst eine exakte und planm√§√üige Ausf√ľhrung ist keine Garantie f√ľr ein ‚Äěhydraulisches Gleichgewicht‚Äú in der Anlage.

Die Anlage muß im Hinblick auf ein hydraulisches Gleichgewicht und auf Gleichheit der transportierten Energiemengen in den verschiedenen Anlagenteilen hydraulisch abgeglichen werden.Sowohl die Bedeutung einerseits als auch die Kompliziertheit des hydraulischen Abgleichs andererseits werden oftmals unterschätzt. Sie wird von vielen Praktikern und Fachleuten als einfacher, uninteressanter, um nicht zu sagen langweiliger Vorgang angesehen. Sie wird sozusagen ganz einfach vorausgesetzt.

Diese Betrachtung konnte man noch akzeptieren, als die meisten Anlagen ziemlich klein, die Anforderungen an den Komfort bescheiden und die Energiekosten noch sehr billig waren. Man √ľberdimensionierte ganz einfach, um eventuellen Problemen entgegenzuwirken. Aber heute, bei immer gr√∂√üer werdenden Anlagen, steigenden Anforderungen an den Komfort und der Notwendigkeit Energiekosten einzusparen, steigen die Probleme proportional zur √úberdimensionierung, wir als Fachfirma sprechen von ‚Äěvagabundierenden Wassermengen‚Äú.

Um die betr√§chtlichen Energieeinsparungen und m√∂gliche Komfortverbesserungen zu realisieren, die es heute noch in ungez√§hlten Geb√§uden mehr oder weniger unentdeckt gibt, ist es unerl√§√ülich, die Fragen des hydraulischen Abgleichs auf eine neue und umfassende Weise anzugehen. Eine Weise, die √ľber das mehr oder weniger √ľbliche und sehr h√§ufig oberfl√§chliche Abgleich auf der Verteilerseite weit hinausgeht. W√§rmeerzeugungs- und ‚Äďverteilungsseite m√ľssen hydraulisch abgelichen werden. Dabei sind alle Regelkreise zu ber√ľcksichtigen, um eine Gleichheit der Energiemengen in Prim√§r- und Sekund√§rkreisen sicherzustellen und dar√ľber hinaus ein hydraulisches Gleichgewicht in der gesamten Anlage herzustellen.
Bisher war dies leichter gesagt als getan. Vor allen Dingen in großen Anlagen war diese Aufgabe sehr kompliziert und zeitraubend.

Eine st√§ndig wachsende Anzahl von Fachleuten auf dem Gebiet der Heizungs-, L√ľftungs- und Klimatechnik forderte Probleml√∂sungen und Hilfsmittel. Die Firma IBDM hat sich deshalb in den vergangenen 11 Jahren massiv mit der Entwicklung von Know-how, Arbeitsmethoden, und der Selektierung von Hilfsmitteln und Komponenten befa√üt die es erm√∂glichen, den hydraulischen Abgleich von Heizungs- und Klimaanlagen aller Art in jeder Hinsicht mit der jeweils erforderlichen Genauigkeit durchzuf√ľhren.

Wir bieten Ihnen ein umfassendes Angebot f√ľr Inbetriebnahmen, Fehleranalysen, Dokumentationen und Optimierungen von Technischen Anlagen an, wobei wir gewerke√ľbergreifend alle Gewerke der Technischen Geb√§udeausr√ľstung bearbeiten.

Der hydraulische Abgleich ist relevant f√ľr folgenden W√§rmeverteilsysteme

  • Heizungsanlagen / W√§rmebereitstellungsstationen / W√§rmeerzeugungsanlagen
  • Klima- und L√ľftungsanlagen
  • K√§lte- und W√§rmepumpenanlagen
  • Sanit√§ranlagen / Warmwassererzeugung / Zirkulation
  • Prozessw√§rme /K√§lte

 

Angewendete Normen /Richtlinien

  • DIN 4701 / 10 Energetische Bewertung heiz- und raumlufttechnischer Anlagen  Heizungs-, L√ľftungstechnik und Trinkwassererw√§rmung.
  • VOB/C -  DIN 18380  Allgemeine Vertragsbedingungen f√ľr die Ausf√ľhrung von Bauleistungen
  • EnEV 2007  Energieeinsparverordnung
  • DIN EN 14336 - Heizungsanlagen in Geb√§uden - Installation und Abnahme der Warmwasser-Heizungsanlage
  • DIN EN 12831 - Ausf√ľhrliches Heizlastberechnungsverfahren
  • VDMA 24199 Regelungstechnische Anforederungen an die Hydraulik bei Planung und Ausf√ľhrung von Heizungs-, K√§lte, Trinkwasser- und Raumlufttechnische Anlagen

Einf√ľhrung

Die realen Energiepreise haben sich nach den zwei √Ėlkrisen der Jahre 1973 und 1979 und heute mehr als vervierfacht.

Gleichzeitig ist man der Bedeutung des Raumklimas auf Wohlbefinden und die Produktivit√§t der Menschen in zunehmendem Ma√üe bewu√üt geworden. Hieraus ergaben auf dem Gebiet der Heizungs- und Klimatechnik h√∂here Standards. Diese Trends veranla√üten die Reglerhersteller zur Entwicklung neuer und ausgekl√ľgelter Systeme. Theoretisch sind diese Systeme absolut ausreichend, die gestiegenen Anspr√ľche zu befriedigen. Praktisch werden unsere Erwartungen aber h√§ufig entt√§uscht. Viel zu viele Heizungs- und Klimaanlagen, obwohl mit modernsten Regeleinrichtungen ausgestattet, arbeiten in v√∂llig unzureichender Weise. Einige Fachleute behaupten in diesem Zusammenhang sogar, da√ü weniger als die H√§lfte aller Heizungsanlagen und lediglich ein Drittel aller Klimaanlagen heute das gew√ľnschte Raumklima zu angemessenen Energiekosten gew√§hrleisten k√∂nnen. Wir k√∂nnen aus unserer Erfahrung (ca. 4500 bearbeitete Anlagen) dies nur best√§tigen und w√ľrden noch wesentlich h√∂here Zahlen nennen. Wenn Sie die Betriebsdaten entsprechender Anlagen systematisch sammeln und analysieren, werden Sie feststellen, da√ü die nachstehend beschriebenen Situationen weit verbreitet anzutreffen sind:

  • Die Raumtemperaturen schwanken im Betrieb bei kleinen und mittleren Lasten.
  • Bei Vollbetrieb steht eine zu geringe Leistung zur Verf√ľgung.
  • Zwischen einzelnen R√§umen innerhalb eines Geb√§udes gibt es unter allen Betriebsbedingungen gro√üe Temperaturunterschiede.

Die Leute beschweren sich nicht nur, weil es zu heiß oder zu kalt ist, sondern auch wegen Geräuschbelästigungen an Heizkörpern und wegen deren ständigen Temperaturschwankungen. Wo solche Beschwerden an der Tagesordnung sind, kann der Energieverbrauch um bis zu 40% höher liegen als in vergleichbaren Gebäuden, in denen Heizungs- und Klimaanlagen einwandfrei arbeiten.

Probleme dieser Art treten oftmals gerade in solchen Anlagen auf, die ordnungsgem√§√ü geplant und dimensioniert wurden, und, wie bereits oben erw√§hnt, trotz der Tatsache, da√ü modernste Regeltechnik verwendet wurde. Die normale Reaktion ist es dann, den Reglern die Schuld zuzuweisen. Versuche, derartige Probleme auf elektronischem Weg zu begegnen, wird meist ein kl√§gliches Ende beschert. Normalerweise entstehen solche Probleme durch falsche Wasser-, sprich Energiemengen in den einzelnen Anlagenteilen. In einigen Kreisen sind die Durchflu√ümengen zu gro√ü, in anderen zu klein, wir sprechen von ‚Äěvagabundierenden Wassermengen‚Äú. Selbst die modernsten und fortschrittlichsten Regelsysteme brauchen die richtigen Energiemengen am richtigen Ort, um die richtige Temperatur zum richtigen Zeitpunkt zu gew√§hrleisten. Aus unserer Erfahrung, liegt die Beseitigung der am h√§ufigsten vorkommenden St√∂rungen im Bereich der Hydraulik und nicht in der Elektronik.

Was ist der Hydraulische Abgleich

Der hydraulische Abgleich dient dem Zweck, eine stabile und genaue Steuerung und Regelung von Pumpen-Warmwasserheizungen bzw. ‚ÄďK√ľhlsystemen sicherzustellen. In solchen Systemen k√∂nnen die Durchflu√ümengen in einigen Bereichen zu hoch und in anderen zu niedrig sein, vergleicht man sie in der Planung vorgesehenen.

Bei dem hydraulischen Abgleich werden die Widerst√§nde in allen Anlagenteilen so abgeglichen, da√ü die richtigen Durchflu√ümengen ‚Äď Energiemengen am richtigen Ort in der gesamten Anlage gew√§hrleistet sind, um die in der Planung vorgesehenen Leistungen abzugeben:

Die Kreise der Energie-Erzeugerseite m√ľssen so einreguliert werden, da√ü in den Heizkesseln, BHKW und K√§ltemaschinen die vorgegebenen Nenndurchfl√ľsse herrschen und transportierten Energiemengen in der Erzeugerseite unter allen Betriebsbedingungen gleich denen in der Verteilungsseite sind.
Die Kreise auf der Verteilerseite der Anlage m√ľssen so einreguliert sein, da√ü in allen Regelkreisen und allen W√§rmeverbrauchern unter allen Betriebsbedingungen mindestens der jeweilige Nenndurchflu√ü gegeben ist.
Die Regelkreise m√ľssen so einreguliert sein, da√ü die richtigen Arbeitsbedingungen f√ľr die Regelventile gegeben sind und die Wassermengen auf der Prim√§r- und der Sekund√§rseite der Anlage einander angepa√üt sind.

Bevor die Anlage in den vorgenannten 3 Teilbereichen nicht komplett einreguliert ist, k√∂nnen die Regelanlagen nicht in der vorgesehenen Art und Weise funktionieren. Der Komfort wird nur sehr gering, daf√ľr werden aber die Energiekosten sehr hoch sein.
Wir können daher aus unserer Erfahrung die Aussage treffen, daß es zwei Arten von Anlagen gibt, bei denen:

  • die Funktion und der Komfort nicht gegeben ist
  • viel zuviel Energie verbraucht wird.

Unser Know-How und unsere umfangreiche hochwertige Meßtechnik, dient dazu alle hydraulischen Rohrsysteme so exakt einzuregulieren, daß die Regelanlagen wirklich so regeln können, wie vorgesehen. Mit anderen Worten, EINREGULIERUNG-TOTAL ist eine Methode zur hundertprozentigen gegenseitigen Ergänzung von Hydraulik und Elektronik.

Nach diesem 5.Punkte Programm erreichen Sie das Ziel:

  • Stellen Sie sicher, da√ü die Regelanlage und das hydraulische System aufeinander abgestimmt, miteinander vergleichbar sind.
  • W√§hlen Sie die richtige Ventilcharakteristik f√ľr die Regelventile
  • Stellen Sie die richtigen Arbeitsbedingungen f√ľr die Regelventile sicher.
  • Sorgen Sie daf√ľr, da√ü die Nenndurchflu√ümengen an allen Verbrauchern und unter allen Betriebsbedingungen zur Verf√ľgung stehen.
  • Vergessen Sie nicht, da√ü die jeweiligen Volumenstr√∂me an allen Schnittstellen der Anlagen richtig zueinander passen m√ľssen.

Diese Vorgehensweise stellt eine absolute stabile einwandfreie Regelung des Raumklimas zu niedrigstm√∂glichen Energiekosten sicher. 

Leistungsumfang

‚ÄěInbetriebnahme, Einregulierung und Messungen an hydraulischen Systemen der TGA‚Äú

Einmalige √úberpr√ľfung der hydraulischen - Anlagen anhand einer Checkliste, sowie deren Ausdruck  pro Anlage:

  • Sauberkeit der Anlage
  • Pr√ľfung von Anlage
  • Pumpenpr√ľfung
  • Pr√ľfung Elektro- und MSR
  • Beschilderung der Anlage
  • Beschriftung jeder Me√üstelle, folgende Angaben beinhaltet die Beschriftung
    • Anlagenbezeichnung
    • versorgter Bereich
    • Solltemperaturen
    • Me√üpunktbezeichnung
    • Ventiltyp
    • Ventileinstellung
    • Sollvolumenstrom
    • Solldifferenzdruck am Ventil
    • Rohrabmessungen
    • Pumpeneinstellung
  • Markierung jedes Me√üpunktes in einem zur Verf√ľgung gestellten Plan (Me√üpunktplan)
  • Ermittlung der Hauptmengen incl. Me√üprotokoll
  • Einregulierung des kompletten Rohrsystems
  • Ermittlung von Teilmengen incl. Me√üprotokoll
  • Zusammenfassung aller Me√üprotokolle einer Anlage in einer √úbersicht
  • √úberpr√ľfung jedes Verbrauchers z.B. Heizk√∂rpers auf Erw√§rmung.
  • Fixierung jedes Regulierventils auf Sollvolumenstrom mit √úbernahme der Einstellung in die Me√üprotokolle
  • Einstellung der Pumpen auf die energetisch optimalen Betriebsdruck und -art wenn m√∂glich.
  • Einstellung von Differenzdruckventilen auf den optimalen Betriebsdruck.
  • Die Anlage wird mit einer Genauigkeit von +/- 15 % einreguliert.
  • 14-t√§giges erstellen einer Liste √ľber die Fertigstellung der hydraulischen ‚Äď Inbetriebnahme
  • √úbergabe der kompletten Dokumentation, mit folgendem Inhalt:
    • Anlagen√ľbersicht
    • Ventil√ľbersicht
    • Me√üprotokoll jedes Regulierventils
    • Pumpen√ľbersicht

Einregulierung von hydraulischen Systemen mit Regulierventilen

Voraussetzungen f√ľr die Einregulierung bei der Verwendung von Einregulierungsventilen an Verbrauchern, Gruppen, Str√§ngen, und Hauptstr√§ngen:

  • G√ľltige Zeichnungen des Rohrleitungssystems mit allen Einregulierungsventilen mit Angabe der Type, Dimension und Kennzeichnung und der erforderlichen Durchflu√ümengen
  • Gef√ľlltes und entl√ľftetes System
  • Pumpen betriebsbereit und auf maximale Leistung eingestellt
  • Alle Thermostat- und Zonenventile voreingestellt und ge√∂ffnet
  • √úberstr√∂mventile geschlossen
  • Beistellung von Leitern, Ger√ľsten etc. falls erforderlich
  • Beistellung eines ortskundigen Monteurs zum Auffinden der Ventilmontagepl√§tze
  • Regelventile w√§hrend der Einregulierung verstellbar
  • Feier Zugang zu allen Ventilen

Einregulierung von hydraulischen Systemen ohne Regulierventile

Voraussetzungen f√ľr die Einregulierung:

  • G√ľltige Zeichnungen des Rohrleitungssystems mit allen Drosselventilen mit Angabe der Dimension (Rohrau√üen- und Innendurchmesser) und der erforderlichen Durchflu√ümengen
  • Gef√ľlltes und entl√ľftetes System
  • Pumpen betriebsbereit und auf maximale Leistung eingestellt
  • Alle Thermostat- und Zonenventile voreingestellt und ge√∂ffnet
  • √úberstromventil geschlossen
  • Beistellung von Leitern, Ger√ľsten etc. falls erforderlich
  • Beistellung eines ortskundigen Monteurs zum Auffinden der Ventilmontagepl√§tze
  • Regelventile w√§hrend der Einregulierung verstellbar
  • Feier Zugang zu allen Ventilen
  • Isolierungen an den Me√üstellen m√ľssen entfernt sein

Diese Beschreibung ist ein Auszug unserer Dienstleistung im Bereich Einregulierung von Heizungsanlagen.
Stöbern Sie auch in unserem Leistungskatalog - Heizungstechnik: Inbetriebnahme.
Sollten Sie hier nicht f√ľndig werden, nehmen Sie bitte pers√∂nlichen Kontakt mit uns auf. Wir helfen Ihnen gerne.